ACH! stellt vor: Carina PAPOUSCHEK

Carina Papouschek, Kolloseum, Rom, 2021, Maße flexibel

ROM . 2021

Die 2021 entstandene Fotoserie des „Antiselfies“ soll die gängige Praxis in der Ablichtung mit Sehenswürdigkeiten ad absurdum führen. Die ständige Reproduktion der Kulturstätten und die damit oberflächliche Betrachtung soll mit der irritierenden Haltung des liegenden Körpers durchbrochen werden und somit kritisch zum Ausdruck gebracht werden. Die Bauten und Institutionen stellen nicht nur Errungenschaften in der Menschheitsgeschichte dar, sondern bergen Greueltaten, Unterdrückung, Ausgrenzung und Diskriminierungen in sich. Die unreflektierte Wiedergabe erhöht den

Mythos dieser Stätten. In der Erarbeitung des künstlerischen Projekts soll die Recherche und die Kritik an den Stätten und des Massentourismus im Vordergrund stehen. Eine philosophische Auseinandersetzung stellt die Stütze dar. Das theoretische Konzept spiegelt sich in der einfachen Geste des zu Boden liegenden Körpers der Künstlerin, die ihren Blick abwendet und eine Anti-Haltung einnimmt. Man könnte es auch als „Tatort – Selfie“ bezeichnen, da der Korpus einer Toten ähnelt. Nicht die Inszenierung der beeindruckenden Architektur steht im Vordergrund, sondern die Geschichte in aktuell diskutierten Kontexten soll sich theoretisch erschließen.
© Carina Papouschek . 2021

Carina Papouschek, Petersplatz, Rom

Carina Papouschek ist teilnehmende Künstlerin der WAS UNS BEWEGT Ausstellung im Parkhotel Schönbrunn. Kommen Sie ab 2. September vorbei, um zu sehen, wie Sie und andere KünstlerInnen dem Thema begegnen.

Preise auf Anfrage je nach Printgröße.

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